Baden in Schleswig-Holstein

7. INFORMATION ZU „ZERKARIEN“

Die Hauptschwärmzeit der Zerkarien beginnt mit der allgemeinen Badesaison im Frühsommer und erreicht im Spätsommer einen zweiten Höhepunkt. Besonders nach Schönwetterperioden werden gehäuft Fälle von Badedermatitis registriert. Die Erreger der Badedermatitis oder der Zerkariendermatitis sind kleine Gabelschwanzlarven von Saugwürmern (Trematoden) aus der Gattung Trichobilharzia, die eigentlich Wasservögel befallen. Der Mensch, der ebenfalls befallen wird, wenn er im Süßwasser badet, ist ein Fehlwirt. Der Befall mit Trichobilharzia - Zerkarien ist für den Betroffenen durch den Juckreiz zwar unangenehm, aber im Gegensatz zu der vergleichbaren, nur in den Tropen auftretenden Bilharziose ungefährlich. Da die Schwärmzeit und Überlebensdauer der Larven im Wasser aufgrund ihres komplizierten Entwicklungszyklus nur sehr kurz ist, wird der Badespaß nicht dauerhaft durch Zerkarien gestört.

Zerkarien können sich nur dort entwickeln, wo genügend Wasserschnecken (Zwischenwirte) und Wasservögel (Endwirte) vorkommen. Aufgrund des komplizierten Entwicklungszyklus ist eine Vorhersage oder „Messung“ eines gehäuften Zerkarienbefalls nicht möglich. Da sie aufgrund ihrer geringen Größe auch nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind, fällt ein vermehrtes Auftreten der Zerkarien im Gewässer erst auf, wenn bereits Fälle von Badedermatitis auftreten. Während der Schwärmzeit der Zerkarien, die nur einige Tage andauert, sollten pflanzenreiche Uferbereiche gemieden werden, da sich hier die Wasserschnecken und damit auch die meisten Zerkarien aufhalten. Nach Möglichkeit sollte von einem Steg aus gebadet werden, der ins Wasser hineinreicht. Nach dem Bad sollte möglichst geduscht und der Körper gut abgetrocknet werden, um die Anzahl eventuell eindringender Zerkarien zu verringern

Hier finden Sie ein Faltblatt zum Thema Zerkarien.

Weitere Informationen erteilen die Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte.

 
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